Gestrandet an der Ostküste Irlands

Gestrandet an der Ostküste Irlands

Meine ersten Erfahrungen

Da ich mich entschieden hatte meine Weltreise mit der KTM Military zu unternehmen, stand für mich außer Frage das Motorrad auch abseits asphaltierter Wege zu bewegen.

Besonders auf der Suche nach einem geeigneten Schlafplatz für die Nacht sammelte ich erste Erfahrungen in diesem neuen Element.

Der Berg des Sumpfes an der Westküste Irlands

Der Berg des Sumpfes an der Westküste Irlands

Es war wie eine Neuentdeckung , ein völlig neues Gefühl von Motorrad fahren aber auch die Erkenntnis, das dies eine extreme körperliche Anstrengung mit sich bringt.

Da ich zu Beginn meiner Reise 2013 nicht die geringste Ahnung, geschweige denn die Erfahrung hatte, wie man ein Motorrad Offroad bewegt, gab es doch einige Herausforderungen zu bewältigen.Diese gipfelten in Irland, als ich mit dem Motorrad für über 2 Stunden an einem Berg feststeckte, welcher umgeben von einer Sumpflandschaft war. Nach unzähligen Versuchen, diesen Berg zu erklimmen, ist es mir am Ende nur geglückt, da ich große Steine sammelte und so eine Fahrspur durch den Morast bauen konnte.
Es war wirklich frustrierend mitten in der Pampa zu stecken, nur weil man keine Ahnung hat, wie um alles in der Welt man da hochkommen soll.

KTM LC4 640

KTM LC4 640

Meine Neue bei der Abholung in London

Meine Military wurde mir 2 Wochen nachdem ich mich in England niedergelassen habe gestohlen. Ich war wirklich frustriert und bitter enttäuscht aber es war klar das so bald als möglich eine neues Moped angeschafft werden muss. Fündig wurde ich auf ebay, eine LC4 640, 2001 mit 12000 km für 1600 Pfund. Ich kaufte die Maschine auch mit dem Wissen, das der Motor ein leichtes klackern hat.

Ich brachte sie zuerst zum Händler um sicherzugehen das alles in Ordnung mit dem Moped ist. Leider Stellte sich heraus das das klackern Kugeln eines Kugellagers waren und so eine Motorrevision anstand. Ich bezahlte nochmals 1400 Pfund und erhielt für insgesamt 3000Pfund ein tolles Moped, bei dem ich sicher sein konnte das dem Motor jetzt alles in Ordnung ist.

Natürlich wollte ich jetzt endlich auch mal richtig Offroad fahren und so begab ich mich im November 2013 zu meinem ersten TRF beginners ride. Trail Rider Fellowship (TRF) ist eine Gemeinschaft von Fahrern in England die sich für den Erhalt der öffentlichen und legalen „Offroad“ Straßen einsetzen.
Mein erstes richtiges Offroad fahren und die 640er lässt sich so viel besser handlen als die Military, die Leistung ist einfach unglaublich. Auf dieser Tour lerne ich auch Johny kennen, ein begeisterter Motorradfahrer aus Südafrika, der si h zu einem guten Freund von mir entwickelt hat.

Hier ein paar Bilder von meinen ersten TRF Runs

AJP PR4 240

AJP PR4 240Bald stellte sich allerdings heraus das die Kati zwar ein tolles Moped ist aber doch etwas zu schwer und unhandlich ist. So entschied ich mich im Januar 2014 eine AJP PR4 240 zu kaufen.
Das Moped war wirklich toll und half mir meine Enduroskills binnen kürzester Zeit auf ein neues Level zu bringen. Mit der AJP bestritt ich auch meine ersten Endurorennen, wo es aber mehr ums überstehen der 4Stunden als um irgendwelche Plätze zu erreichen, da ich feststellen musste, das Endurorennnen eine enorme körperliche Herausforderung darstellen.

Hier einige Bilder von der AJP

KTM EXC 250F

Die AJP ist ein super Anfängermopedund genau das was ich damals brauchte um meine ersten Schritte in der Offroadwelt zu gehen. Leider war ich von der Qualität des 1 1/2 Jahre alten Mopeds nicht zufrieden und so verkaufte ich das Bike bereits nach 5 Monaten. In diesen fünf Monaten hatte ich ständig Probleme mit dem Vergaser, Radlager mussten erneuert werden, zwei Speichen sind mir gebrochen, ich hatte Wasser im Tank und der Höhepunkt war dsa versagen der Vorderradbremse.

Dies veranlasste mich schließlich das Moped zu verkaufen und holte mir stattdessen eine KTM. Die erste Fahrt mit dem neuen Bike sollte gleich ein Rennen sein, wie ich mich geschlagen hatte könnt ihr in diesem Video sehen.

Ich hatte eine tolle Zeit mit der Kati und der Big Bore Kit, der den Hubraum auf 280 erweitert, war sie mehr als ausreichend motorisiert. Jedes Wochenende waren wir unterwegs, egal ob Rennen Training. Mehrere Ausflüge nach Wales un der Isle of Man waren auch darunter. Auch bestritt ich im Frühjahr 2015 eine Runde in der Britischen Enduromeisterschaft in der Amateurklasse, welches mir aber doch ziemlich deutlich aufzeigte auf welchem Level ich mich bewegte.

Es war eine tolle Zeit und ich machte große Fortschritte im Bereich Enduro und Motocross. Durch das ständige Fahren, musste die Maschine auch gegelmäßig gewartet werden, was den Großteil meines Verdienstes in Anspruch nahm.

So entschloss ich mich die KTM ein Jahr später zu verkaufen und mir etwas wartungsfreundlicheres zuzulegen. Wie es der Zufall so wollte, war mein letztes Rennen auch in Ironstone, so könnt ihr meine fahrerrischen Fortschritte vergleichen.

 

Beta RR300

Nachdem ich die KTM verkauft hatte, war schnell klar das ein neues Motorrad her muss. Da mir die Viertakter zu wartungsintensiv sind, entschied ich mich für einen Zeitakter. Nach intensiver Recherche und Gesprächen mit anderen 2Takt-Fahrern  stand das Bike meiner Wahl fest: Beta RR300.

Ich kaufte mir eine brandneue RR300 bei Saunders Motorcycle, meiner örtlichen Motorradwerkstatt.

Die Beta ist einfach der Hammer. Super Fahreigenschaften, ein absolut kontrollierbaren Motor und außer dem Wechsel von Verschleißteilen keine Probleme in 140 Betriebsstunden.

ich kann Beta echt jedem wärmstens ans Herz legen, der nach einer alltagstauglichen gut beherrschbaren und wartungsfreundlichen Maschine sucht. Darüber hinaus ist sie auch noch deutlich günstiger als die Konkurrenz.

Ich und meine Beta RR300

Ich und meine Beta RR300

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