Sonnenaufgang

Das richtige Motorrad für eine Weltreise zu finden ist gar nicht so leicht. Hier sollte man sehr gründlich alle Vor- und Nachteile abwiegen oder man nimmt einfach das Bike welches gerade in der Garage steht.

Royal Enfield

2010, kurz bevor ich nach Südafrika flog, kaufte ich mir noch eine Royal Enfield, mit der ich die Reise um die Welt antreten wollte wenn ich wieder zurück in Deutschland bin. Warum? Tolles Motorrad, simple Technik und man kann sie überall reparieren.

Flensburg

Nach meinem Jahr in Südafrika zog ich nach Flensburg. Dort arbeitete ich als Barkeeper, Barista, Kellner, Weihnachtsmarkthuettenaufsteller und Techniker eines Gastronomieunternehmens.
Flensburg ist eine tolle Stadt und die knapp 2 Jahre waren klasse. Ich lernte viele nette Menschen kennen, erweiterte meine beruflichen Fähigkeiten und trank öfter mal einen über den Durst.
Ja das Leben kann schon echt hart sein in der Gastronomie.
Trotz eines tollen Lebens in Flensburg kam das Fernweh doch schneller zurück als erwartet, und so begann ich nach einem Jahr meine Pläne der Motorradweltreise wieder aufzunehmen.

Auswahlkriterien Reise-Motorrad

Eines war von vornherein klar, das ich mich für ein Motorrad entscheiden werde, welches über wenig Elektrik und anderen Schnick Schnack verfügt und auf bewährte Technik baut, um das Motorrad auch in der nächsten Werkstatt im Nirgendwo zu Reparieren. Deshalb schieden von vornherein schon mal alle „modernen“ Motorräder aus.

Hier ist die Liste, welche Motorräder bei mir in der Auswahl standen

  • Suzuki DRZ400
  • KTM LC4 400
  • Yamaha XT600 Tenere
  • Kawasaki XL600V Tengai
  • Honda XR 650
  • Suzuki DR650
  • KTM LC4 640
  • Suzuki DR Big 800

KTM LC4 400 Military

KTM Military

KTM Military Start der Weltreise 2013 in Flensburg

Nach langer Recherche entschied ich mich letztendlich für eine Military. Ich fand das Gesamtkonzept einfach schlüssig und da das Moped bereits alles installiert hatte um auf Reisen zu gehen, war ich echt glücklich das ein Händler in der Nahe von Flensburg diese ehemaligen Bundeswehrmotorräder zum Verkauf anbot.

Hier kommen einige Highlights des Bikes

  • Gute Geländegängigkeit
  • Griffheizung
  • Kein elektrischer Schnick Schnack (ABS etc.)
  • Fahrfreude
  • Gutes Fahrwerk
  • Motor von 625ccm auf 400ccm reduziert für längere Haltbarkeit
  • Noch leicht genug um sie selbst wieder aufzustellen
  • Koffer und Kofferträger schon vorhanden
  • 18 Liter Tank
  • Ready für die große Reise

 

KTM LC4 640

KTM LC4 Enduro Motorrad

Meine LC4

Leider wurde mir meine Military 2013, kurz nachdem ich mich in England niedergelassen hatte, direkt vor meiner Haustür gestohlen. Da ich von der LC4 so begeistert war, stand für mich außer Frage das die Military durch eine andere KTM zu ersetzen. Auf ebay wurde ich fündig. Eine KTM LC4 640 Baujahr 2001 mit 12000km auf Uhr. Nachdem ich mir das Motorrad in London angeschaut und eine Nacht darüber geschlafen hatte, entschied ich mich sie zu kaufen. Der Preis von 1600 Pfund war einfach zu verlockend, auch wenn ein kleines klackern vom Motor kam.

Da ich Nummer sicher gehen wollte, brachte ich sie zum KTM Händler um einen Service durchzuführen. Leider stellte sich heraus, das es ein Kugellager im Motor zerlegt hatte. Die Reparatur sollte mich nochmals £1400 kosten, wobei ich dann für 3000 Pfund ein Motorrad mit neu gemachtem Motor bekommen habe, was für mich mehr als OK ist.

 

Vorbereitungen am Motorrad

Wechsel der Nockenwellenlager, Kipphebelrollen und Wasserpumpenlager

Upgrade des Getriebeeingangslagers

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